Unterkunft Berlin

Seit 2015 arbeitet die WORKS im Bereich Zuwanderung. Die steigenden Flüchtlingszahlen und die daraus resultierenden Herausforderungen führten zu der Entscheidung konkrete Angebote zu unterbreiten. Angebote, die sich nicht auf die Befriedigung existenzieller Grundbedürfnisse beschränken, sondern echte Teilhabe ermöglichen sollen. Dazu gehört die Annäherung an die Mehrheitsgesellschaft ebenso wie die Heranführung an den Arbeitsmarkt.

Zuwanderung als Chance zu begreifen für die Menschen, die bei uns Schutz suchen und für Deutschland im Hinblick auf die Fachkräftesicherung sind die Grundlagen unserer Arbeit. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir aktiv mit relevanten Akteuren auf den regionalen Märkten zusammen und entwickeln auch Ansätze und Konzepte in den folgenden Bereichen:

  • Kompetenzfeststellung
  • Kompetenztraining, um Arbeitsmarktzugang zu ermöglichen
  • berufliche Orientierung
  • Vermittlung von Praktika und Arbeitsplätzen

In den von uns betreuten Unterkünften in Berlin gehören zur sozialen Betreuung u.a.

  • Unterstützung der Bewohner im neuen Kulturraum über Wissensvermittlung
  • Unterstützung der Bewohner im Bereich lebenspraktische Hilfen
  • integrationsvorbereitende Informationen
  • Freizeitgestaltung und -förderung zur Aktivierung und Stabilisierung
  • Unterstützung beim Aufbau individuell nutzbarer Netzwerke zur nachhaltigen Integration

Unsere Unterkünfte für Flüchtlinge in Berlin

Berlin – Zehlendorf

Nach dem Interimsbetrieb des Tempohomes in Altglienicke hat die WORKS gGmbH in der Zeit vom 13.10.2017  bis 30.09.2020 vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten ein neues Objekt im Bezirk Steglitz-Zehlendorf übergeben bekommen. Die Containereinrichtung bot insgesamt 248 Personen Platz.

Hauptaufgabe unserer Mitarbeiter war die Mobilisierung der Geflüchteten, sich in der Gesellschaft selbstverantwortlich zu bewegen, weshalb wir auch hier stets den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfolgten. Mittel- und langfristiges Ziel der Unterbringung Geflüchteter in Gemeinschaftsunterkünften war es, sie zur Selbstständigkeit zu befähigen. Hindernisse die ihnen dabei auf ihrem Weg begegnen, wie z.B. Sprachbarrieren, Krankheit, Unselbständigkeit, Unwissen, haben wir durch unsere soziale Unterstützung beseitigt. Dabei nutzten wir bestehende Netzwerke und Initiativen im Bezirk. In Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern werden wir Projekte initiieren, die die Integration unserer Bewohner erleichterten und förderten.

Wir bedanken und an dieser Stelle ganz herzlich für das freiwilliges Engagement,  die ehrenamtliche Unterstützungen und Patenschaften für unsere Bewohner.

 

Bei Fragen oder Informationsbedarf setzen Sie sich bitte gerne mit uns in Verbindung:

 

WORKS gGmbH
Stichwort Tempohome Lissabonallee
Wagenstieg 9
37077 Göttingen


info@works-bildungswerk.de

Berlin – Altglienicke

Vom 15.08.2016 bis zum 14.05.2017 waren wir Interimsbetreiber des ersten Tempohome am Pilotstandort im Bezirk Treptow-Köpenick. Dieser wurde vom landeseigenen Betrieb Berlins ab dem 15.05.2017 übernommen. Diese Wohncontaineranlagen werden an mehreren Standorten in Berlin errichtet und dienen den Bewohnern für die nächsten Jahre als Unterkunft.

Unser Betreuungskonzept ist breit angelegt. Dabei stehen Schlüsselqualifikationen wie Sprache, die Vermittlung von Strukturen und Verfahrensabläufen in der neuen Gesellschaft, Zugang zu Bildung, Ausbildung und Beschäftigung genauso im Fokus wie die Teilhabe am kulturellen Leben sowie die Förderung der Selbstständigkeit und der Aufbau von Alltagsstrukturen.

Eine erfolgreiche Integration steht und fällt mit dem sprachlichen Niveau. Die deutsche Sprache ist unabdingbare Voraussetzung für einen Übergang in das Ausbildungs- oder Arbeitsleben in Deutschland. Um die Wartezeit der Bewohner auf einen Deutsch- oder Integrationskurs zu überbrücken, führten wir im Tempohome daher Deutschkurse durch, die gut angenommen wurden.

Auf der Flucht sind vielen Bewohnern ihre Zeugnisse und Qualifikationsnachweise abhandengekommen oder sie haben keine mit deutschen Standards vergleichbaren Abschlüsse in ihrem Heimatland erworben.

An dieser Schnittstelle unterstützten unsere Fachkräfte der WORKS gGmbH die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, indem sie im ersten Schritt im Rahmen einer Kompetenz- und Potentialanalyse die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen der Bewohner aufnehmen und im zweiten Schritt die Fertigkeiten praktisch erproben und feststellen. Hierfür hatten wir eine Übungswerkstatt auf dem Gelände eingerichtet, in der erfahrene Anleiter die Kompetenzen unserer Bewohner feststellten und dokumentierten. Abgeleitet aus den Ergebnissen sprechen wir Empfehlungen aus, welche nächsten Schritte auf der Integrationsleiter wir als wichtig erachten.

Im Rahmen der sozialen und integrationsfördernden Betreuung kooperierten wir mit vielen Initiativen, Vereinen, Wirtschaftsverbänden, freien Trägern und Freizeiteinrichtungen, um geflüchteten Menschen Perspektiven und Möglichkeiten zu unterbreiten, am sozialen, gesellschaftlichen und Arbeitsleben teilzunehmen.

Berlin – Spandau

Von Dezember 2015 bis Juli 2016 haben wir im Auftrag des LAGeSo die Betreuung einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Berlin Spandau umgesetzt. Die Turnhalle des Oberstufenzentrums der Knobelsdorff-Schule bot 250 geflüchteten Personen einen Schlafplatz. Bis zur Beendigung der Unterbringung im Sommer 2016 betreuten wir hier insgesamt 679 Bewohner. 

Neben der sozialpädagogischen Betreuung organsierten wir

  • ehrenamtliche Deutsch- und Alphabetisierungskurse
  • Fußballturniere auf dem anliegenden Sportgelände
  • Nähkurse
  • Unterstützung der Bewohner bei der Vernetzung und dem Zurechtfinden in der Hauptstadt

 

  

 

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Bezirksamts Spandau ›

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